Geheimtipp für diejenigen, die noch Männer sind

Das ist für echte Kenner: Startup brennt originalen Moonshine-Alkohol

Alkohol unterliegt in unserer neurotisch zwischen Hedonismus und moralischer Askese oszillierenden modernen westlichen Gesellschaft einem immerwährenden Imagewechsel. Mal wird Alkohol als primitives gesundheitsschädliches Teufelsgetränk dämonisiert, mal als Sinnbild ungezwungener Lebensfreude und anarchischen Vergnügens, als Akt individueller Emanzipation von allen Zwängen gefeiert.

Eines ist Alkohol allerdings immer gewesen: eine zutiefst polarisierende Substanz, die, obschon in der westlichen Kultur seit Jahrtausenden inventarisierter Bestandteil des sinnenhaften Alltagsrauschs, als Droge stets den Geruch des Lasterhafen und Sündigen mit sich trägt.

In keiner Epoche wurde der gesellschaftliche Kampf um Alkohol so unerbittlich und gnadenlos geführt wie in der Prohibitionszeit in Amerika. Fanatische Alkoholgegner und puritanische Gesundheitsapostel standen den genußsüchtigen Trinkerfreunden gegenüber. Das von der Regierung ausgesprochene Alkoholverbot führte selbstverständlich nicht zu einem Ende des Alkoholkonsums, sondern verlagerte das Trinken und den Bezug der Flüssigkeit in die illegalen Grauzonen. Die Prohibitionszeit ist das ultimative Paradebeispiel für die Sinnlosigkeit eines allgemeinen Drogenverbots, denn die Sehnsucht einer Masse von Menschen nach Rausch/Erheiterungszuständen ist größer als jede staatliche Sanktion.

So kam es wie es kommen mußte: Der Alkohol wurde heimlich gebrannt und auch gepanscht, und dann zu Wucherpreisen verhökert. Dies war eine wilde Zeit, jedoch auch eine sehr abenteuerliche und gefährliche: Eine Zeit für richtige Männer!

Die Menschen mußten sich selbst helfen. Dies geschah unter anderem durch die Herstellung von Moonshine-Alkohol. Moonshine wurde früher in Amerika der ohne staatliche Lizenz produzierte und nicht versteuerte Alkohol genannt. Dieser wurde oft bei Mondschein von Bauern hergestellt, daher der Name. Während der Prohibition war er allgegenwärtig. Heutzutage ist Moonshine vor allem durch viele Filme, Romane und Geschichtsbücher bekannt.

Mittlerweile erlebt der Begriff des Moonshine-Alkohols vor allem in den USA eine wahre Wiedergeburt, wird zu einem echten Lifestyle-Phänomen

Das O'Donnell Moonshine-Paket
Das O’Donnell Moonshine-Paket

„Born to be wild“ – wurde diese Maxime früher mit Zigaretten und Nikotinkonsum verbunden, transponiert sich diese heute auf den Assoziationsbereich des Alkohols-besonders des Moonshinealkohols, dem der Dunst von Verbotenem und Anrüchigen anhaftet. Logischerweise wurde der Schnaps  traditionell in Einweckgläser gefüllt und auch aus diesen getrunken, weil sich jeder, der leere Flaschen kaufte und besaß, verdächtig machte. Der abgefüllte Schnaps wird vorher nicht gereift und kommt auch mit einem ordentlichen Alkoholgehalt daher – er wird deswegen oft White Lightning genannt, da er klar einschlägt wie ein Blitz.

Die Wiederentdeckung des „Moonshine-Alkohols“ hat ein neues Kultgetränk für die hippe und trendige Szene diesseits, aber auch verstärkt jenseits des Atlantiks etabliert. 

Das neue Markenimage kulminiert in einer konsistenten Lebensphilosophie, die den  Anhängern ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer bietet und an alle adressiert ist,  die gerne mal Gangster, Sheriff oder Farmer spielen.

Wer wollte dies nicht? 

Diesen erkennbaren Trend hat ein Startup aus Berlin als Chance für eine lukrative Einnahmequelle ausgemacht. Die Firma O’Donnell stellt originalen Moonshine-Alkohol für das hippe Milieu von heute her, das sich unkonventionell vom Mainstream abheben möchte. 

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Der O’Donnell Moonshine wird nach den alten Regeln der Brennkunst in Deutschland handwerklich produziert und nur mit natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. O’Donnell Moonshine gibt es in drei Varianten: neben dem puren weichen, faßgereiften Kornbrand „Original“ (38% vol.) sind das die Liköre „Bratapfel“ (20% vol.) mit natürlichem Apfelsaft, Zimt und Vanille und „Bitter Rose“ (25% vol.), eine Mischung aus Grapefruit, Hagebutte und schwarzem Holunder. Namensgeber für den  Moonshine ist Edward „Spike“ O’Donnell, Anführer der South Side O’Donnell Gang, O’Donnell hatte zwar wenig Skrupel, wenn es darum ging, mit anderen Gangstern in Chicago um die Vorherrschaft im Alkohol-Schwarzhandel zu kämpfen, aber er achtete immerhin auf Qualität und hielt sich an deutschstämmige Produzenten.

Im Gegensatz zu traditionellen Kornbränden altert O’Donnell Alkohol fast zwei Jahre im Fass, daher kommt die Farbe, aber auch der speziell milde Geschmack. Die Firma  benutzt nur deutschen Weizen und Wasser aus eigenem Brunnen. Auch werden die Etiketten in Handarbeit aufgeklebt.

Wir halten diese Geschäftsidee für großartig und erwarten ein starkes Wachstum in den nächsten Jahren. Das Produkt trifft eindeutig den Nerv der Zeit und wird ein kaufbereites Nischenpublikum finden. Im Geiste der Schwarzbrenner von einst entsteht hier eine kultige Szene, in deren Zentrum sich die junge Firma O’Donnell setzen könnte.

Im Onlineshop findet man ein Bestellformular, mit dem die drei Sorten bezogen werden können. Die Einmachgläser werden vorgestellt und liebevoll fotografiert gezeigt. Hinzu kommt eine Einführungsseite zum Thema Moonshine und der Geschichte der Schwarzbrennerei sowie ein Rezeptbereich mit vielen spannenden Drinkvorschlägen. Hier entsteht ein großartiges Unternehmen.

Hier geht es zur Webseite von O’Donnell.

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